Public Art

Mehr als 40 Großplastiken umgeben das Lehmbruck Museum allein im Kant-Park, oftmals situations- und ortsbezogen. Auf dem Weg zum Innenhafen stoßen Besucher/innen zudem auf die Brunnenmeile in der Königstraße und auf Kunst in verschiedenen U-Bahn-Stationen. Im „Garten der Erinnerungen“ von Dani Karavan, der auch eine Bühne für neue Formen der Industriekultur ist, steht unter anderem eine Stahlskulptur von Menashe Kadishman. Auf dem Waldfriedhof an der Düsseldorfer Straße (Haltestelle „Neuer Friedhof“, erreichbar mit der Linie U 79) befindet sich die von Manfred Lehmbruck gestaltete Grabstätte von Wilhelm und Anita Lehmbruck. Am Zusammenfluss von Ruhr und Rhein erhebt sich die 25 Meter hohe Stele „Rheinorange“ von Lutz Fritsch.

Die Brunnenmeile

Der Boulevard der Königstraße, seit 1993 Fußgängerzone, wurde zu einem in deutschen Großstädten einmaligen künstlerischen Ereignis. Den überzeugenden Einfall zur Brunnenmeile entwickelt der Braunschweiger Architekt Hartmut Rüdiger nach einem bundesweiten Wettbewerb. Vor dem Hintergrund einer wenig charakteristischen Architekturkulisse wünscht er sich Brunnen an den Einmündungen der Querstraßen in die Königstraße: Brunnen als Lebenselixier, aber auch als künstlerische Gestaltungsmomente, die ihre Standorte aus verschiedenene Richtungen von Weitem erkennbar machen, als unverwechselbare Treffpunkte markieren und der architektonischen Anonymität künstlerische Prägnanz gegenüberstellen würden.

Eine wechselvolle und lange Geschichte von 15 Jahren führt zur Realisierung folgender Brunnen (Reihenfolge von Ost nach West):

  • André Volten, Brunnen, Edelstahl, 1983
  • Otmar Alt, Wassermühle, Bronze, 1986
  • Friederich Werthmann, Mercator-Kugel, Stahl, 1963 und 1993
  • Ulf Hegewald, Stadtbild, rot-braune Keramik über Beton, 1991/93
  • Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely, Lifesaver, Polyester mit Bemalung über Teflonbeschichtung, Stahlsockel, 1989/93
  • Thomas Virnich, Schiffsmasken, Stahl und Ziegel über Beton, 1991/93
  • Wasa Marjanov, Skulptur für Duisburg, Wasserplastik, Edelstahl, 1992

U-Bahn-Kunst

1980 wird im Duisburger Rathaus der Entschluss gefasst, Künstler bei der Gestaltung der U-Bahnhöfe zu beteiligen. Fünf künstlerisch gestaltete Stationen werden bis heute verwirklicht:

  • U-Bahnhof „Duisburger Rathaus“, Künstler: Manfred Vogel / Architekt: Helmut Kohl (Duisburg)
  • U-Bahnhof „König-Heinrich-Platz“, Künstler: Isa Genzken und Gerhard Richter / Architekt: Hans Ulrich Zigan
  • U-Bahnhof „Hauptbahnhof“, Künstler: Yael Niemeyer / Architekt: Heido Stumpf
  • U-Bahnhof „Meiderich Süd“, Künstler: Tomas Riehle / Architekt: Jörg Husarek
  • U-Bahnhof „Auf dem Damm“, Künstler: Eberhard Bosslet / Architekten: Kornelia Raberg und Heinrich Jochems

Innenhafen Duisburg

Nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, im Schatten der mittelalterlichen Salvatorkirche und des Rathauses, liegt der Innenhafen Duisburg. Die einmalige Kulisse der imposanten alten Speichergebäude und Mühlen, die heute sämtlichst neuen Funktionen zugeführt wurden (Gastronomie, Museen, Büros), ist der Ausgangspunkt für neue städtebauliche Entwicklungen auf diesem Gelände.

Das 1,8 Kilometer lange alte Hafenareal erwacht zu neuem Leben und wird zum Träger des Strukturwandels in der Stadt. Das Leitziel „Arbeiten, Wohnen und Freizeit am Wasser“ trägt mittlerweile und ist zum international beispielgebenden Modell geworden. Internationale Architektenstars wie Foster/Ingenhoven und Herzog/de Meuron sind maßgeblich an der Umformung des alten Hafenareals beteiligt. Dani Karavans „Garten der Erinnerungen“, in dem auch Zvi Heckers neues Jüdisches Gemeindezentrum steht, erweitert das Areal architektonisch-künstlerisch. Den Abschluss des Innenhafenbereichs bildet die Schwanentorbrücke, Hubbrücke und zugleich technisches Meisterwerk. Von hier starten die Ausflugsschiffe, auf denen der größte Binnenhafen der Welt, den Duisburg an Rhein und Ruhr hat, erkundet werden kann.