Sculpture 21st: Danica Dakic

Was ist Skulptur? Die Künstlerin Danica Dakić (*1962) fragt mit ihrem neuesten Projekt MISSING SCULPTURE nach einer (verlorenen) Skulptur der Zukunft.

In Zusammenarbeit mit dem Fotografen und Kameramann Egbert Trogemann, dem Komponisten Bojan Vuletić, Künstlergästen, Menschen aus Duisburg und Sybille Kastner aus der Kunstvermittlung des Wilhelm Lehmbruck Museums entsteht eine komplexe Installation aus Soundcollage und Bodenzeichnung, die gemeinsam mit den Besuchern die Glashalle des Museums selbst zur Skulptur werden lässt.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts brachte Joseph Beuys mit seiner Idee der sozialen Skulptur die althergebrachten Vorstellungen von Skulptur ins Wanken. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Wilhelm-Lehmbruck-Preises 1986 sagte er: „Alles ist Skulptur.“ Beuys’ denkwürdige Rede sowie das Werk und Leben Wilhelm Lehmbrucks bilden für Danica Dakić den Ausgangpunkt für eine ortspezifische Arbeit, die die Besucher mitnimmt auf die Suche nach der Skulptur des 21. Jahrhunderts, die sich heutigen gesellschaftlichen und politischen Realitäten öffnet.

Danica Dakić studierte an der Akademie der Künste in Sarajevo, der Akademie der Künste in Belgrad und der Kunstakademie in Düsseldorf. In unterschiedlichen Medien arbeitet sie mit performativen und partizipativen Prozessen, um kulturelles Gedächtnis und Identität, Sprache sowie Geschichte in ihrer ständigen Veränderung zu befragen. Dakić lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend,Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landschaftsverband Rheinland