Ab 29. Februar 2020: Lynn Chadwick „Biester der Zeit“

29. Februar 2020 bis 26. Juli 2020

Fantasievoll, poetisch, unheimlich und fremdartig – in Lynn Chadwicks plastischem Werk (1914 – 2003) verbinden sich widersprüchliche Assoziationen zu einem stimmigen Gesamtwerk.

Die Ausstellung „Lynn Chadwick – Biester der Zeit“ würdigt die Bedeutung Lynn Chadwicks als einen der wichtigsten britischen Bildhauer der Nachkriegszeit. Mit rund 70 plastischen Werken sowie zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeigt sie die beeindruckende Werkentwicklung des für die britische Nachkriegsmoderne wegweisenden Künstlers.

Das Lehmbruck Museum präsentiert in einer umfassenden Retrospektive das gesamte künstlerische Schaffen des Bildhauers von den frühen 1950er-Jahren bis zum Ende der 1990er-Jahre. Die Ausstellung zeigt seine wichtigsten Motive in größeren Gruppen vom Werkmodell bis zur komplexen skulptural-architektonischen Form in der vollendeten Plastik. Die fantastischen Schöpfungen des Künstlers entwickeln sich aus Abstraktionen menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente. Im Zentrum stehen seine regelrecht ikonisch gewordenen „Biester“, in denen sich existenzielle Fragen und abgründiger Humor verbinden. Chadwick traf mit seinen Skulpturen einen Nerv der Zeit: Sie verbildlichen eine vielerorts für diese Jahre beschriebene Mischung aus Zivilisationsmüdigkeit, utopistischer Fortschrittsgläubigkeit und existentieller Angst, die sich aus der unmittelbar zurückliegenden Kriegserfahrung speiste.

Die Ausstellung „Lynn Chadwick – Biester der Zeit“ wurde in Kooperation mit dem Haus am Waldsee, Berlin und dem Georg Kolbe Museum, Berlin entwickelt. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walter König.

Die Ausstellung wird gefördert von der Henry Moore Foundation und der Sparkasse Duisburg.

 

Abb.: Lynn Chadwick, Stranger ll, 1956, (c) Estate of Lynn Chadwick, Foto: Bernd Kirtz