Ab 23. Mai 2019: Julian Opie

Sculpture 21st: Julian Opie

Der britische Künstler Julian Opie ist ein Meister der rigorosen Vereinfachung. Als Mitbegründer der New British Sculpture gehört er zu einer Gruppe von Künstlern, die der Skulptur in den 1980er Jahren neue und weitreichende Impulse gaben. Seine Gemälde, Computeranimationen und Skulpturen spielen mit den Codes und Konventionen der populären Alltagskultur.

Die Glashalle des Lehmbruck Museums bevölkert Opie mit seinen überlebensgroßen „Walking Figures“. Sie durchschreiten die Glashalle mit ausgreifendem Schritt und duplizieren so die Bewegung der Passanten auf der Straße. Unwillkürlich halten sie im Schritt inne und betrachten ihre virtuellen Doppelgänger im Museumsraum. Obwohl sie die Personen nicht kennen, kommen sie uns bekannt vor.

Aus der aktuellen Bildsprache von Logos und Piktogrammen entwirft Julian Opie ein Zeichenrepertoire, das in Sekundenschnelle visuell zu erfassen ist. Es gelingt ihm,  der scheinbar anonymen Bildsprache der Werbung ein persönliches Gesicht zu geben: Unter ihrer Oberfläche der Glätte und Perfektion öffnet sich die Welt des Postdigitalen für Gefühle und ganz persönliche Momente, die sich in unser Gedächtnis einprägen.

Die Ausstellung „Julian Opie“ wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West als zweite Präsentation zum Thema „Postdigital“ gefördert.