Xu Bing. Dragonfly Eyes

In einer Veröffentlichung des Wall Street Journals schätzte ein Sicherheitsexperte, dass in China mehr als 100 Millionen Überwachungskameras installiert sind, die (fast) jede Szene des öffentlichen Lebens aufnehmen. Xu Bing verwendet dieses Bildmaterial und produziert den ersten Film, in dem Aufnahmen der Webkameras an die Stelle einer aufwändigen Filmproduktion treten. In „Dragonfly Eyes“ sehen wir spektakuläre Szenen wie Autounfälle, Straßenkämpfe, Unwetter  und ganz alltägliche Ereignisse aus der Perspektive einer Protagonistin, die ihr Äußeres immer wieder operativ verändern lässt.

Mit enormem Erfindungsreichtum entwickelt Xu Bing eine neue Bildsprache des digitalen Zeitalters, in der reale Begebenheiten aus dem Alltagsleben Chinas sich zu einer übergeordneten Erzählung formieren. In der großen Glashalle des Lehmbruck Museums inszeniert er einen Livestream-Überwachungsraum. 16 Laptops haben hier simultan die Live-Szenen aufgenommen aus denen sein Film entstanden ist.

Die Vorführungen des Films „Dragonfly Eyes“ finden statt:
Di – Fr: 12 Uhr, 13.30 Uhr, 15 Uhr
Sa/So: 11 Uhr, 12.30 Uhr, 14 Uhr, 15.30 Uhr

Laufzeit: 10. Juni bis 2. September 2018

Die Ausstellung „Xu Bing. Dragonfly Eyes“ wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und von der Stiftung Mercator gefördert. Mit Unterstützung der Stiftung der Sparda-Bank West werden in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt drei Ausstellung im Rahmen von Sculpture 21st unter der Thematik „Postdigital“ realisiert.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch e.V. (GeKA) und dem Konfuzius-Instiut Metropole Ruhr.

Der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) danken wir für die technische Unterstützung.