Wilhelm Lehmbruck und Sally Falk

Während des Ersten Weltkrieges lernt Wilhelm Lehmbruck 1915 den Mannheimer Textilfabrikanten und Kunstliebhaber Salomon, genannt Sally, Falk (1888-1962) kennen, der in den beiden folgenden Jahren zu Lehmbrucks wichtigstem Mäzen avanciert. Die Bekanntschaft entwickelt sich zu einer fruchtbaren Symbiose: Falk, der die Heeresleitung mit Uniformen beliefert, unterstützt den Bildhauer mit einer monatlichen Rente. Im Gegenzug darf er sich in Lehmbrucks Atelier jährlich Werke für seine Kunstsammlung aussuchen und gibt auch selbst Werke in Auftrag. 1916 vermittelt er Lehmbruck außerdem die erste und zu Lebzeiten größte Einzelausstellung in Deutschland in der Mannheimer Kunsthalle. Als Falks Firma 1917 liquidiert wird, verfügt er mit knapp 100 Werken über die größte Lehmbruck-Sammlung weltweit.

Mit Exponaten aus dem ehemaligen Besitz von Sally Falk sowie mit weiteren während des Krieges entstandenen Arbeiten gibt die Ausstellung einen Einblick in Lehmbrucks Schaffensjahre während des Ersten Weltkrieges.

Laufzeit: 22. März bis 10. Juni 2018

Im Rahmen der Lehmbruck Lectures gibt es auch wieder ausgewählte Vorträge zu Wilhelm Lehmbruck:

  • 22. März 2018, 18 Uhr: Wilhelm Lehmbruck und Sally Falk. Ein Künstler und sein Mäzen
  • 7. Juni 2018, 18 Uhr: „Was wir Expressionisten wollen…“ – Wilhelm Lehmbruck und der Expressionismus